Spielfilm TR 2019, 93′
Türkisch mit englischen UT

R: Eylem Kaftan  D: Meryem Üzerli, Feyyaz Duman, Hakan Karsak

The Hive (Kovan)

Die in Deutschland aufgewachsene Ayşe eilt in die Berge der östlichen Schwarzmeerregion, ans Sterbebett ihrer Mutter, die ihre geliebten Bienenstöcke zur Bewirtschaftung anvertraut. Ayşe entschließt sich zum Bleiben und muss nun ihre geliebten Bienenstöcke zur Bewirtschaftung anvertraut. Ayşe entschließt sich zum Bleiben und muss nun ihre städtischen Lebensgewohnheiten mit den Erfordernissen der Natur in Einklang bringen – eine Zerreißprobe nicht nur für sie, sondern auch für ihre Schwester, die anderen Dorfbewohner*innen und für die Bienen! „The Hive“, nach mehreren politischen Reportagen Eylem Kaftans Spielfilmdebüt, überzeugt durch die Landschaftsaufnahmen und die Darstellung des dörflichen Ambientes. Im Zentrum stehen die inneren Konflikte einer entfremdeten Städterin, die in der Natur übermächtig mit ihren eigenen Wurzeln konfrontiert wird.

Eylem Kaftan (*1974 in Istanbul) studierte Philosophie an der Boğaziçi-Universität sowie Film und Video an der İstanbul Bilgi University und an der York University. Ihr erster Film „Vendetta Song” (2005, für Télé-Québec) behandelte den Ehrenmord an ihrer Tante in einem kleinen Dorf; „Bledi, This is our Home“ (2006, ebenfalls Télé-Québec) erzählt, wie kanadische Algerier um ihren Aufenthaltsstatus kämpfen. Seither widmet Kaftan sich sozialen und politischen Themen, von Immigration und Frauenrechten bis hin zu psychischen Erkrankungen und Kulturschock. Für Al Jazeera entstanden „The Passion and Penalty“ (2012) über den Matchfixing-Skandal im türkischen Fußball, „Sarajevo, My Love“ (2013) über einen serbischen General, der Sarajevo während der Belagerung verteidigte, sowie „Seeing Isn‘t Everything“ über vier blinde Menschen in İstanbul. „The Emptiness in Me“ drehte sich um drei nicht-türkische Sufis. „In the Line of Fire“ (2016) behandelt das Massaker im Rabia-Hospital in Kairo. Ihr erster Spielfilm „Hive“ (2019) erhielt Preise auf den Filmfestivals von Malatya und Kayseri sowie beim Bosphorus Film Festival.

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