Dokumentarfilm TR 2019, 84′
Sprachen: Türkisch mit englischen UT

R: Pelin Esmer  Mit: Saniye Cengiz, Fatma Fatih, Zeynep Fatih u. a.

Queen Lear (Kraliçe Lear)

In ihrem ersten Dokumentarfilm „Oyun“(„The Play“) zeigte Pelin Esmer 2005, wie einige Bäuerinnen aus der Südtürkei eine Theatergruppe gründen: Die Frauen spielten ihre eigenen Lebensgeschichten, und das veränderte das gesamte Dorfleben. In „Queen Lear” wollen sie nun diese Idee weitertragen: Mit einer Shakespeare-Adaption machen sie sich auf eine Tournee, die sie in entlegenste Bergdörfer führt, teilweise ohne fließendes Wasser. Und überall finden sich die Typen und Figuren aus der Welt von „König Lear”. Alle männlichen Rollen werden von Frauen gespielt, die patriarchale Gesellschaft wird auf den Kopf gestellt. Aber Spielen macht Spaß: Shakespeares düsteres Königsdrama kann auch lustig sein.

Pelin Esmer (* in Istanbul) ist eine der bekanntesten Filmemacherinnen der Türkei. Ihr Debüt-Langfilm „The Play“ (2005) erhielt viele Auszeichnungen und lief auf über 50 Festivals. Auch ihre weiteren Spielfilme waren international erfolgreich: „10 TO 11“ (2009), „Watchtower“(2012) und „Something useful“ (2017). 2014 war sie als Jurymitglied des Internationalen Frauenfilmfestivals in Köln. 2018 wurde sie vom DAAD nach Berlin eingeladen.

PhotoBy-SamiOkumuş

Photo Pelin Esmer: Copyright Sami Okumuş

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