Deutsch-türkische Kurzfilme der KHM

Fatih Akin kommt kurz vor, aber nicht gut weg in diesem Kurzfilmprogramm: viele Parameter haben sich verändert seit den frühen Jahren des deutschtürkischen Kinos. Wie reagieren Türkei-stämmige Filmschaffende auf aktuelle Entwicklungen in Deutschland, in der Türkei? – und müssen sie es überhaupt? Noch? Wie ästhetisch kann, wie politisch soll man sein?
„Tüpisch Türkisch“ stellt aktuelle Arbeiten der Kunsthochschule für Medien Köln vor, ausgewählt von Halil Ruhat Yildiz.

R: Bilal Bahadır 2016 12 min

1963: ein Hotelzimmer in Berlin. Mahmut Güzel blickt freudig seiner Ausweisung in die Türkei entgegen. Doch Thilo Schmidt vom Arbeitsamt und sein Dolmetscher Kani Kipcak müssen ihm mitteilen, dass Deutschland ihn braucht und verweigern ihm die Abreise. Mahmut will aber unbedingt zurück!

R: Semih Korhan Güner 2018 15 min

Der zwölfjährige Martin wohnt bei seinem Großvater. Bei seinen Freunden fühlt er sich unter Druck, gegen sein Gewissen zu handeln zu müssen. Fantasie und Realität mischen sich in den Gedanken des Jungen zu faszinierend-bedrohlichen Bildwelten.

R: Şirin Şimşek 2017 12’30 min

In der Antike war Side an der türkischen Riviera eine belebte Hafenstadt. Heute stellen die römischen Ruinen ideale touristische Sehenswürdigkeiten dar. Doch gerade der Tourismus, der das größte Wirtschaftseinkommen des Landes bildet, ist am meisten von der jüngsten Entwicklung des Landes betroffen. Şimşeks dystopischer Experimentalfilm fängt eine Atmosphäre des Stillstandes und der Bedrohung ein.

R: Mehmet Akif Büyükatalay, D 2014 8 min

Der Filmstudent Harun gerät in die Hände eines Friseurs, der ihm ordentlich den Kopf wäscht: von Fatih Akin bis zur Tagespolitik.

R: Halit Ruhat Yildiz 2016 21 min

Nach einem feuchtfröhlichen Abend im Bett mit ihrem Ehemann, Ali (33), glaubt Ceren (33) den richtigen Moment gefunden zu haben, ihren Kinderwunsch anzusprechen. Doch Ali reagiert abweisend. Mehr noch – er offenbart Ceren ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit.
Bei den Student Academy Awards 2017 in der Kategorie “bester ausländischer Spielfilm” nominiert.

Halit Ruhat Yildiz 1987 in der Türkei geboren und aufgewachsen, ingenieurwissenschaftliches Studium, abgebrochen, dann im Jahr 2011 Umzug nach Deutschland für ein Film- und Fernsehstudium an der KHM. Letztes Jahr war er mit seinem Film Annunciation für den Studenten-Oscar nominiert

Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.

oder das Doppelvorstellung-Ticket, das dann auch die Anschlussvorstellung “Turkish Shorts: Kurzfilm-Bestenauswahl” enthält

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